Die Anfahrt erfolgte über kleinste Strassen vorbei an eindrucksvollen
Felsen.
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Ein Teil von uns (darunter ich) war im romantischen Breitlahner
am Ende des Zemmtals untergebracht.
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Vollständig aus Holz gebaut mit passender antik rustikaler
Inneneinrichtung.
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7:00 Aufstehen, 7:30 Frühstück...
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...und dann gings los zur ersten Exkursion, mit Auto und Seilbahn
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auf 2600 m Höhe unterhalb des Tuxer Gletschers.
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Das Gelände bereits direkt neben der Bahnstation sieht schon
recht interessant aus,
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und bereits nach kurzer Zeit finden wir die ersten interessanten
Moose:
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und das seltene Cratoneuron curvicaule.
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Es ist bereits Mittagszeit und wir sind noch keine 100 m weit gekommen.
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Aber nun ist es zuerst mal Zeit für eine Stärkung.
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Und dann geht es auch schon wieder weiter:
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Zum Beispiel mit Dicranella grevelliana in unglaublich großen
Mengen.
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Bald zerstreuen sich die Teilnehmer über weite Flächen,
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bis es dann schon wieder Zeit wird, für die Rückkehr.
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Am Abend empfängt uns dann wieder das gemütliche Breitlahner
Gasthaus.
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Nach dem Kauf der über 60 Einzeltickets an der Penkenbahn am
nächsten Morgen, werden diese ohne Stress an die Teilnehmer verteilt.
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Am Penkenjochhaus auf 2100 m Höhe sammelt sich die Gruppe nach
und nach.
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Dann wird kurz entschlossen ein Gruppenbild organisiert. Leider
ist nur ein Teil der Gruppe da. Es ist leichter ein Sack Flöhe
zu hüten,als eine Gruppe Bryologen und Lichenologen (Zitat Philippi).
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zuerst erwartbares wie Plagiobryum zierii mit den sehr schönen
Kapseln,
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und auch häufiges wie Hylocomiadelphus triquetrus, ebenfalls
sehr schön.
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Die Bryologinnen aus dem Baltikum finden eine Tortella,
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erst zuhause unter dem Mikroskop stellt es sich
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als Tortella angustifolia (aus der tortuosa Gruppe) heraus.
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Über jede gefundene Art wird lange disputiert.
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Versteckt am Wegesrand wuchs ein Tortula mucronifolia.
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Dann geht es zu dem markanten "Knorren",
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an dessen Rückseite sich ein alter und sehr moosreicher Bergsturz
befindet.
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Das farbenfrohe Moosspektakel auf altem Dung über Fels
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gemeinsam mit Splachnum sphaericum, zwei coprophile Moose.
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Über feuchten Felsflächen wuchs vereinzelt das seltene
Hypnum bambergeri.
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Bei dem Schistidium könnte es sich um S. robustum (oder vielleicht
doch wilsonii?) handeln.
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Und es gab auch gewöhnlich Arten wie Dicranum scoparium, aber
in schön.
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Der steile Hang bot eine große Zahl an unterschiedlichen Kleinlebensräumen,
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die man an einem Tag gar nicht alle erkunden konnte.
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Am Hangfuß gab es dann noch einen Moorsee mit umgebendem Niedermoor.
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Am Ende waren wir ziemlich erschöpft und hungrig und freuten
uns auf das Abendessen und die BLAM-Jahreshauptversammlung.
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Am nächsten Morgen gehts in den Zamsergrund, ein Hochtal direkt
oberhalb unseres Gasthauses.
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Aber erst mal geht gar nichts, da ein Großereignis ansteht...
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Der Almabtrieb der Schafe.
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Die Hirten werden von der Gasthauswirtin seit Generationen mit einem
Schluck Tiroler Wein begrüßt.
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Die Straße ist erst mal zu, aber wir genießen es bei
dem traditionellen Ereignis mitten drin zu sein.
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Dann geht es los für unsere Herde Bryologen und Lichenologen.
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Gleich auf den ersten Metern ein Highlight,
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Cynodontium fallax (zuhause am Mikroskop geprüft)
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Christian mit seinen Grazer Gracien.
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Der Weg erstreckt sich zwischen Zwergstrauchheide mit Bäumen
und dem wilden Bach.
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Auf einem Block am Bachrand
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Die Lichenologen scheinen etwas interessantes gefunden zu haben...
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Rainer macht ein Foto davon:
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Xylographa paralella mit den parallel zur Holzfaser angeorneten
Apothecien.
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Ein kleines Quellmoor ist für die Bryologen
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und die Bryologinnen recht interessant.
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einen wunderschönen und sehr großen Bult von Sphagnum
capillifolium
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sehr reich fruchtend. Da muss ich mich, mit Fotos machen, gleich
anschließen.
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Die bunten Früchte ringsum machen Hunger und erinnern uns an
die Mittagszeit.
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Ling mit Blume, meist fröhlich und gut gelaunt.
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Im Gebüsch sitzt die Lafitzerin...
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und verkündet ihre Notdurft.
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Auf einer großen Blockhalde,
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das an dieser Stelle typische Racomitrium microcarpon.
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Große Decken auf flachen Blockoberflächen bildend,
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immer reich verzweigt und mit kurzen Kapseln.
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Racomitrium sudeticum an einer Steilfläche.
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Doch der Blick geht talaufwärts,
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wo noch viele andere Lebensräume warten.
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Am Wegrand an humosen Stellen
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Barbilophozeri floerkei mit waagrecht am Stamm sitzenden Blättern
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und Mylia taylorii, mit der rauhen Kuticula.
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Und dann wirds interessant auf einer großen Moorfläche
neben dem Bach.
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Auf offenem, vermoortem Schlemmboden gibt es
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Sieht aus wie ein Campylopus,
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ist aber Paraleucobryum enerve (das man eigentlich eher an Felsen
erwartet).
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Am Wegrand an einer sehr unspektakulären Stelle ein Brachythecium,
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das sich zuhause als vermutlich B. turgidum herausstellt.
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Am Talschluß begegneten wir freilaufenden Tiroler Haflinger
Pferden.
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Diese sind sehr zutraulich, aber auch recht frech (vor allem das
junge Fohlen).
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Dunkel aufziehende Wolken erinnern uns daran, dass der Tag, und
damit auch unsere Exkursion so langsam zu Ende geht.
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Am Abend gibt es im Gemeindesaal dann noch eine Abschlussveranstaltung
mit dem unvermeidbaren Gruppenbild. Mal aus einer anderen Perspektive.
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Auf der Heimfahrt machen Frank und ich noch einen kurzen Halt auf
dem Arlbergpass.
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Dort gibt es bereits Herbstfarben durch Sphagnum compactum
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und Sarmentypnum sarmentosum.
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Hier verabschiede ich mich von Frank... und auch von euch. Das war
eine schöne und gelungene Exkursion.
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